Die Pflege ist nicht nur ein für unsere gesamte Gesellschaft wichtiges Berufsfeld, sondern vor allem auch ein menschlich sehr erfüllendes. In unserem Bestreben, den Bedarf an qualifizierten Pflegefachkräften jetzt und in Zukunft zu decken, bieten wir die generalistische Pflegeausbildung an. Ziel ist es, nicht nur die fachlichen Fähigkeiten unserer Auszubildenden zu schärfen, sondern sie auch auf die vielseitigen Anforderungen im Pflegealltag vorzubereiten. In diesem Blogbeitrag geben wir Ihnen einen detaillierten Einblick in den Ablauf und die Inhalte der Ausbildung.
Seit 2020 gibt es in Deutschland die
generalistische Pflegeausbildung. Dieses neue Ausbildungskonzept zielt darauf ab, Pflegefachkräfte für alle Bereiche der Pflege zu qualifizieren. Dafür wurden die früher separaten Ausbildungsberufe in der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer Ausbildung zusammengefasst. Nach Abschluss sind Sie als Pflegefachkraft nicht auf ein spezielles Feld beschränkt, sondern können
Menschen aller Altersstufen versorgen.
Für die Pflegeausbildung ist ein mittlerer Schulabschluss erforderlich. Doch auch mit einem 9-jährigen Hauptschulabschluss ist Ihnen die Tür zur Ausbildung nicht verschlossen. Um die Qualifikation als Pflegefachkraft zu erlangen, brauchen wir in diesem Fall einen Nachweis über eine abgeschlossene Ausbildung zur Pflegeassistenz oder eine andere mindestens zweijährige Berufsausbildung.
💪 Ihr Vorteil: Wenn Sie schon eine Ausbildung zur Pflegeassistenz haben, können Sie die Ausbildung zur Pflegefachkraft um ein Jahr verkürzen.
Was sonst noch wichtig ist? Neben einem
fachlichen Interesse an Pflege und Medizin sollten Sie einige Soft Skills mitbringen: Da Sie täglich mit Menschen in vulnerablen Situationen arbeiten, sollten Sie
Empathie,
Geduld und
Verständnis zeigen. Zudem erfordert der Pflegeberuf eine
hohe Belastbarkeit und
Teamfähigkeit. Ein
starkes Verantwortungsbewusstsein für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Pflegebedürftigen ist unverzichtbar. Sie können hinter jeden Punkt ein Häkchen machen? Wunderbar, dann wollen wir uns nun dem Aufbau der Pflegeausbildung widmen.
Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann dauert regulär drei Jahre. Dabei besteht sie aus theoretischem und praktischem Unterricht (2.100 Stunden) an einer Pflegeschule und einem praktischen Ausbildungsteil (2.500 Stunden). Nach zwei Dritteln der Ausbildung legen Sie eine Zwischenprüfung ab. Die staatliche Abschlussprüfung am Ende der Ausbildungszeit umfasst jeweils einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Wer diese besteht, darf die Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ führen und ist damit sogar EU-weit als Pflegefachkraft anerkannt!
Die theoretischen Unterrichtsstunden in der Pflegeausbildung verteilen sich auf verschiedene Themengebiete. Konkret sieht das so aus:
👩⚕️ Planung, Durchführung und Evaluation von Pflegeprozessen und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen (1.000 Stunden)
💬 Personen- und situationsorientierte Gestaltung von Kommunikation und Beratung (280 Stunden)
🔎 Gestaltung von intra- und interprofessionellem Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten (300 Stunden)
⚖️ Reflexion über das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien (160 Stunden)
📋 Reflexion über das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen (160 Stunden)
⏱️ Stunden zur freien Verteilung (200 Stunden)
Für den praktischen Ausbildungsteil schließen Sie mit uns einen Ausbildungsvertrag. Sie erlernen bei uns aber nur einen Teil Ihrer praktischen Fähigkeiten. Denn die generalistische Ausbildung lebt vor allem von den vielen Facheinsätzen, bei denen Sie in verschiedenen Pflegeeinrichtungen mitarbeiten dürfen. So lernen Sie alle Bereiche der Pflege kennen. Die Pflegeausbildung findet also an unterschiedlichen Lernorten statt. Folgende Einsätze sind vorgesehen:
Die Fusion der bisherigen Ausbildungsberufe lässt es auf den ersten Blick so scheinen, als sei in der generalistischen Pflegeausbildung keine fachliche Spezialisierung mehr möglich. Doch auch bei der neuen Ausbildung zur Pflegefachkraft gibt es die Möglichkeit, im Ausbildungsvertrag eine Vertiefung festlegen zu lassen.
Das ist jedoch nicht von Beginn an möglich, sondern frühestens sechs Monate vor Beginn des letzten Ausbildungsdrittels. Hintergrund: Sie sollen zuvor bereits alle Pflegebereich einmal kennengelernt haben. Entscheiden Sie sich für eine entsprechende Vertiefung, erhalten Sie am Ende der Ausbildungszeit den Abschluss „Altenpflegerin oder Altenpfleger“ oder "Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. -pfleger". Aber Achtung: Diese Abschlüsse sind nicht automatisch EU-weit anerkannt.
Mit der Ausbildung zur Pflegefachkraft stehen Ihnen alle Türen für eine erfolgreiche Karriere in der Pflege offen. Ihr Abschluss befähigt Sie dazu, Menschen aller Altersstufen und in allen Versorgungsformen zu pflegen – von der ambulanten Pflege über Seniorenheime bis hin zu Krankenhäusern. Selbstverständlich bieten wir Ihnen bei gegenseitigem Interesse gerne auch eine Übernahme in unserem Unternehmen an.
Außerdem haben Sie dank zahlreicher Fort- und Weiterbildungen vielfältige Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Beispielsweise können Sie Fachkraft für Palliativpflege werden, als Praxisanleitung einmal selbst Ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben oder als Pflegedienstleitung eine Führungsposition übernehmen.
Die generalistische Pflegeausbildung bereitet zukünftige Pflegekräfte umfassend auf eine Vielzahl von Aufgaben in allen Pflegebereichen vor. Durch diese breit angelegte Qualifizierung können Sie flexibel in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen eingesetzt werden und sind optimal auf die diversen Bedürfnisse der Patient*innen eingestellt. Sie haben Interesse? Wir laden Sie herzlich ein, sich bei uns zu bewerben!
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